Obsidian Entertainment vor Gericht: Lohnverstöße-Klage in Kalifornien
Obsidian Entertainment hat ein ernstes Problem. Das Studio, bekannt für The Outer Worlds 2 und das kommende Avowed, wird in Kalifornien wegen "systematischer Verstöße gegen Lohn- und Arbeitsgesetze" verklagt.
Was ist passiert?
Victoria Turner reichte die Klage 2025 beim Superior Court of Orange County ein. Ihre Vorwürfe sind schwerwiegend: Obsidian habe systematisch Mindestlöhne nicht gezahlt, Überstundenvergütung verweigert und Pausen- sowie Ruhezeiten nicht gewährt. Kurz gesagt: Die klassischen Tricks, mit denen Studios ihre Developer ausquetschen.
Obsidian antwortete im März und bestritt "jede einzelne Anklage". Das Studio fordert zudem, die Klage zu verwerfen.
Größere Probleme in der Industrie?
Die Vorwürfe sind nicht neu. Game-Studios in Kalifornien stehen regelmäßig unter Druck, wenn es um Arbeitnehmerrechte geht. Crunchzeiten, unbezahlte Überstunden und mangelnde Work-Life-Balance sind Industrie-Standard – zumindest bei vielen Publishern und Studios.
Obsidian Entertainment steht unter Microsoft-Dach. Umso interessanter ist die Frage, wie der Tech-Konzern damit umgeht. Bisher gibt es dazu keine offiziellen Statements von Seiten Microsofts.
Was kommt jetzt?
Die Klage wird sich vermutlich über Monate hinziehen. Parallel entwickelt Obsidian weiterhin an Avowed und anderen Projekten. Ob und wie sich die rechtlichen Probleme auf die Entwicklung auswirken, bleibt offen.
Für Core-Gamer ist das hauptsächlich aus einer ethischen Perspektive relevant – aber ganz ehrlich: Es sollte auch die Entwickler selbst interessieren, die bei Obsidian arbeiten. Arbeitsrechte sind kein Luxus.
