MonCraft 199X: Wenn Y2K wirklich passiert wäre
Die jüngeren Gamer kennen Y2K wahrscheinlich hauptsächlich als Nostalgie-Aesthetic der frühen 2000er Jahre. Für alle, die damals dabei waren, war Y2K aber etwas ganz anderes: echte Angst vor einer globalen Katastrophe.
Das war Y2K wirklich
Während viele das Millenniums-Problem später als übertriebene Hysterie abtaten, gab es dahinter tatsächlich einen handfesten Computerfehler. Durch die Speicherung von Jahresangaben mit nur zwei Ziffern hätten unzählige Systeme am 1. Januar 2000 ausfallen können – mit potenziell verheerenden Folgen für kritische Infrastruktur weltweit. Dass es nicht geschah, lag an massiven Präventionsmaßnahmen in den Jahren davor.
MonCraft 199X dreht die Geschichte um
Genau hier setzt MonCraft 199X an: Das Spiel erforscht das Szenario, in dem die Y2K-Katastrophe tatsächlich eingetreten ist. Es kombiniert Creature-Collecting im Pokémon-Stil mit einem Survival-Setting, das von dieser dystopischen Prämisse geprägt ist.
Das Konzept ist simpel, aber reizvoll. Du navigierst durch eine Welt, in der digitale Systeme zusammengebrochen sind, Infrastruktur am Ende ist und die Zivilisation unter Druck steht. Gleichzeitig fängst und trainierst du Kreaturen wie in klassischen Monster-Sammel-Games – nur dass der Kontext erheblich düsterer ist.
Wem könnte das gefallen?
Für alle, die Pokémon-artige Mechaniken mögen, aber dabei gerne etwas in eine ganz andere Richtung gehen wollen, dürfte MonCraft 199X interessant sein. Das Game schöpft aus zwei Welten: der Nostalgie von Creature-Collecting und der genuinen Spannung eines Post-Apokalypse-Szenarios.
Ob das gelungen umgesetzt ist und wie das Survival-Element tatsächlich ins Gameplay integriert wird, müssen Tests zeigen. Aber allein das Konzept beweist, dass es noch Raum für Variation im Genre gibt.
Quelle: Rock Paper Shotgun
